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wir waren bei den dinos

 … ist schon wieder eine weile her, zwei wochen fast…

wir waren im senckenbergmuseum in frankfurt, eigentlich waren wir auf dem weg in den zoo, dann zog aber eine riesige regenfront auf und wir haben uns umentschieden. das museum stand eh mal auf der wunschliste…

ich muss aber sagen: ich war total enttäuscht! ich hatte nur noch dunkle erinnerungen aus meiner kindheit- und es scheint sich auch nicht viel getan zu haben seitdem. dabei gibt es doch inzwischen tolle museumspädagogische ansätze und ideen. anderswo.

die skelette stehen noch genauso da (wo sollten sie auch hin ;-)) und waren auch noch genauso faszinierend…

man konnte holz und versteinertes holz vergleichen…

und es gibt schicke kärtchen, in die man an verschiedenen stationen tiere prägen kann. alles plakativ gemacht, mit vielen, vielen ikeakisten und pinkfarbenen details. aber der sinn hinter dem ganzen erschließt sich nicht. an dieser station muss man tierstimmen vom band anhören und wenn man das tier erkannt hat den entsprechenden deckel der kisten öffnen. bei richtiger antwort geht ein licht an. ich habe aber etwa 10 jährige mädels beobachtet, die einfach wild die deckel geöffnet haben- weil das ganze für kinder (selbst für welche, die lesen können) nicht richtig erklärt ist…

es gab noch mehr stationen, überall das gleiche… keine anleitung- oder wenn, keine verständliche. und das, was erklärt oder veranschaulicht werden sollte, war irgendwie witzlos. schade, dass ich nicht mehr fotos gemacht habe…

im weltall-raum gab es ein sonne-erde-mond modell, mit erklärung vom papa kann man sich auch was drunter vorstellen…

aber es gab z.b. auch ein vulkanmodell, etwa 1m groß, da konnte man auf einen knopf drücken und zum pulsierenden, roten licht gab es auch noch ein bisschen fauch, fauch und grummel, grummel. damit kann man doch keinen mehr beeindrucken. wenn man stattdessen phänomene einfach, simpel und anschaulich erklärt beeindruckt das sehr. ich erinnere mich ans exploratorium in san francisco, wo ich vor (au weia…) 24 jahren mit meinen eltern war. da gab es zu ganz vielen physikalischen phänomenen versuche, an die ich mich z.t. heute noch erinnere…

wenn ich an amerikanische museen oder auch „nur“ an die visitor center in den naturparks denke… wieso klappt das hier nicht? oder sind die strukturen an so einem „altehrwürdigen“ museum zu eingerostet? gibt es moderne und kindgerechte museen auch bei uns?

und jetzt muss filip noch den (plastik)dinosaurier aus dem gesteinsbrocken ausgraben ;-)

das interesse für dinos ist zumindest geweckt und wir haben auch gleich ein paar bücher bestellt… und schon mehrmals durchgelesen…

2 Kommentare

  1. hallo pilli!
    danke für den buchtipp! das buch kennen wir noch nicht, das werde ich gleich mal bestellen!
    liebe grüße, susa

  2. Über die nicht vorhandene Museumspädagogik wundere ich mich auch oft… da fällt einem selbst als Elternteil doch auf Anhieb mehr ein, als oft geboten wird. Vielleicht sollte man das auch einfach selbst in die Hand nehmen? Aber was ich eigentlich sagen wollte… Kennt ihr das Dinosaurierbuch von „Frag mal die Maus“? Das kann ich euch nur ans Herz legen, es ist bisher das tollste Buch das wir über das Thema finden konnten (wenn es ums Erfahren und Wissen geht ;)). Liebe Grüße aus unserem privaten Dinosaurier- Piraten Museum!

    Pilli

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